Delfin-Horsetraining ist eine reitweisenunabhängige Trainingsform, die besonderes Augenmerk auf die Motivation des Pferdes und einen gewaltfreien Umgang legt. Das Ziel ist eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Eine Besonderheit ist auch, dass man dem Pferd beibringt, allein auf Worte hin, Lektionen auszuführen, ohne dass es Körpersignale oder andere Hilfsmittel braucht. So selbstverständlich, wie das bei Hunden verwendet wird, so fremd klingt das fürs Pferdetraining. Wie man sieht, funktioniert das aber genauso und ermöglicht einen vielfältigen Einsatzbereich. Um nur ein paar zu nennen: Fahren, Reitstunden für Anfänger, Training mit mehreren Pferden gleichzeitig und unabhängig voneinander, Handpferdereiten, für Therapiepferde, Menschen mit Einschränkungen, etc.
Was macht Delfin-Horsetraining aus?
Im Delfin-Horsetraining wollen wir das Wesen des Pferdes zur Mitarbeit gewinnen. Wir sehen das Pferd nicht als mechanischen Apparat an, den wir steuern wollen, sondern wollen das Wesen des Pferdes motivieren, zum Verstehen bringen und mit dem Wesen kommunizieren. Wie bereits oben beschrieben, bringen wir dem Pferd bei, auf ein Wort hin eine Lektion auszuführen, ohne dass es Körpersignale oder andere Hilfsmittel braucht. Ebenfalls sieht Delfin-Horsetraining von einer reinen negativen Verstärkung ab.
Mehr zu Delfin-Horsetraining.➡️
In der Coachausbildung durfte ich das alles lernen und freue mich, diese in der Schweiz bereits bekannte Trainingsform nach Österreich zu bringen und sie als ausgebildeter Coach Menschen mit ihren Pferden beibringen zu dürfen.
Sandra Fencl hat ein enormes ganzheitliches Wissen durch sämtliche Ausbildungen sowie langjähriger eigener Erfahrung gesammelt. Um ein paar ihrer Ausbildungen zu nennen: Pferde-Osteopathin, Pferde-Physiotherapeutin, Hufpflegerin, Pferdedentistin, Cranio-Sakral Therapeutin, Centered Riding Instructor, klassisch-barock Trainerin, Islandpferdetrainerin und -züchterin, Humangesundheitstrainerin, etc. Ich durfte in ihrer Ausbildung sehr viel über ganzheitliche Pferdegesundheit und gesundheitsförderndes Training lernen. Die Themenbereiche waren: die natürliche Schiefe des Pferdes, Anatomie und Biomechanik, Mimik & Blickschulung, Pferdetypenlehre, Trainingsintensität, Motivationstypenlehre, Vertiefendes Wissen zu Belohnen und Hilfengebung, Mentaltraining, gesunde Pferdefütterung, Stoffwechsel des Pferdes, Mobilisationsübungen, Massage- und Energietechniken, Anti-Stresstraining, Gymnastizierende Bodenarbeit, Vertrauensfördernde Bodenarbeit, Wissen über Muskelaufbau und Trainingsgestaltung, Ausrüstungskunde, Jungpferd – Gewöhnung an Ausrüstung, Reiter & Co., Abkauübungen, Handarbeit, gesunder Pferderücken, Gymnastizierender Beritt, Gymnastizierendes Reiten, Reitersitz, Probleme im Gelände, Handpferdereiten, sowie Gymnastizierung im Gelände. Diese umfassende Ausbildung half mir, das Pferd ganzheitlich zu betrachten und die Zusammenhänge und Wechselwirkungen im Pferd, sowie zwischen Training und Gesundheit zu verstehen und das Pferdetraining individuell auf jedes Pferd anzupassen und es – wie Sandra immer sagt – schöner, stolzer und gesünder zu machen.
Zirkuslektionen können – gesund ausgeführt - eine geniale Trainingsform sein, um das Pferd zu gymnastizieren, die Schiefe zu korrigieren, dem Pferd ein besseres Bewusstsein für seinen ganzen Körper zu geben, die Koordination und Beidhändigkeit zu fördern und es geistig zu beschäftigen und zu motivieren. In der Regel lieben Pferde Zirkuslektionen – sie steigern also auch die Motivation des Pferdes und bauen ein stärkeres Vertrauen auf, unter anderem durch Übungen wie Liegen. Besonders wichtig, ist die Ausführung, die darüber entscheidet, ob es gesund oder schädlich ist fürs Pferd. Tatsächlich können Pferde durch „falsche“ Ausführung enorme gesundheitliche Probleme bekommen, angefangen mit Gelenksproblemen, Arthrose, Blockaden, Muskelverspannungen oder Lahmheiten, bis hin zu negativen Einflüssen auf Organe, Stoffwechsel und Co., da diese von der Bewegung beeinflusst werden und Blockaden, beispielsweise an der Wirbelsäule, eine Einschränkung in der Versorgung und Bewegung (Organschwingung) der Organe, Nerven und Co. verursachen können. Das gilt nicht nur für Zirkuslektionen, sondern für jegliche Art der Bewegung, wie Bodenarbeit, Reiten, etc. Das unterscheidet die zirzensische Gymnastik von der Trick-Zirzensik. Ich bin sehr dankbar, diese gesundheitsfördernde Trainingsform erlernt zu haben, die den Pferden viel Freude bereitet.
Jeder kennt die Ausbildungspyramide der FN. Aus ganzheitlicher Sicht beeinflusst sich aber vieles gegenseitig. Funktioniert eins nicht, fällt oft auch das andere. Losgelassenheit und Takt hängen stark zusammen. Auch ohne Geraderichtung wird ein richtiger Takt schwierig. Der Takt ist ein gutes Erkennungsmerkmal. Passt der, muss einiges bereits stimmen. Dieses Seminar gab mir gute Tools mit auf den Weg, wie man den Takt auf ganzheitliche Weise verbessern und fördern kann.
Um mit Pferden fair zu trainieren, muss man sie verstehen. Oft ist uns nicht bewusst, wie eingeschränkt Pferde durch ihre Schiefe und Vorhandlastigkeit sein können. Ein Verständnis der Biomechanik ermöglicht, die Probleme des Pferdes zu erkennen und sie in kleinen Schritten zu verbessern, die das Pferd umsetzen kann und es aus dem Problem rausholen wird.
Wir verwenden es täglich bei unseren Pferden, aber über die Wirkung sind sich die Wenigsten bewusst. Wie genau wirkt eine Trense und warum bringt das das Pferd dazu, dies und jenes zu tun? Was genau macht der Sattel mit dem Reitergewicht? Wo kann der Pferderücken gut tragen, wo ist er empfindlich? „Computermessungen haben ergeben, dass der Großteil der Sättel nicht passt“, schreibt Cornelia Koller in ihrem Buch „Das Sattelbuch - Alles über Sättel und Zubehör“ (1997). Meinen Beobachtungen in der Praxis zufolge hat sich diesbezüglich nicht viel verändert. Ausrüstung ist wichtig und hat einen großen Einfluss auf die Leistung und die Gesundheit. Wie viele Pferde zeigen Probleme beim Gurten? Wie viele Pferde drücken den Rücken weg/zeigen Rittigkeitsprobleme?
Wenn man einmal in das Thema eintaucht, sieht man nur mehr kranke Hufe. Die Kurse „Praxiswissen Hufgesundheit“ von Sandra Fencl und der „Online Hufkurs“ von Maksida Vogt inklusive einiger Bücher und Praxis mit berufserfahrenen Hufpflegern haben mir einen guten Einblick in das Wunderwerk Huf gegeben. Seither kümmern wir uns auch selbst um die Hufe unserer Pferde und lernen stetig aus der Praxis. Der Huf gibt die Basis der Statik von unten vor. Ohne Hufe kein Pferd. Wer kennt eine lange Nacht mit hohen, vielleicht drückenden, Stöckelschuhen? Genau das erleben Pferde oft, nur dass sie die Schuhe gar nicht ausziehen können. Pferde können Schmerz sehr lange verstecken und sich nichts anmerken lassen. Das ist ihr Schutz in der Wildnis. Als Haus- bzw. Hoftier wird das aber zur Gefahr. Die Probleme werden meist viel zu spät erkannt und die Tiere leiden still dahin. Hufe haben aber einen großen Einfluss auf die Bewegung, Entgiftung und auch den Blutfluss des Pferdes. Pferde haben nämlich ab dem Karpal- bzw. Sprunggelenk keine Muskeln mehr. Das Blut fließt mit der Schwerkraft nach unten und muss durch die sogenannte Hufpumpe wieder nach oben gepumpt werden. Die Hufpumpe ist das Spreizen und Zusammenziehen des Hufes bei Belastung und Entlastung des Hufes. Bei schlechter/unzureichender Hufbearbeitung – oder auch Hufeisen und Ähnlichem – wird das spreizen verringert, was weniger Blutfluss bedeutet. Des Weiteren können beispielsweise falsch/zu wenig bearbeitete Trachten und Eckstreben den Knochen im Huf (das Hufbein) nach oben hebeln und sogenannte Hufrehe herbeiführen. Ebenso können Abszesse, Strahlfäule usw. durch schlechte Hufbearbeitung verursacht werden.
Warum gibt es so viele Missverständnisse im Umgang mit Pferden? Ein Grund ist, dass ihr natürliches Verhalten weitgehend unbekannt ist oder falsch interpretiert wird. Der Tierfilmer Marc Lubetzki verbringt sechs Monate im Jahr zwischen Wildpferden. Seine Beobachtungen aus unmittelbarer Nähe ermöglichen erstmals einen intimen Einblick in ihr Familienleben. Er zeigt neue Erkenntnisse über Herdenstrukturen und -organisation, Rangordnung, Körpersprache, Kommunikation, Lebensräume und Anpassung an Klima auf und wirft einige alt eingesessene Glaubenssätze über Pferde-/Herdenverhalten über Bord. In seiner 3-jährigen Masterclass teilt Marc Lubetzki seine Erkenntnisse, zeigt Missverständnisse aus der heutigen Pferdewelt auf, und veranschaulicht, wie man das neue Wissen auf unsere Hauspferde anwenden kann, mit ihnen auf natürliche Weise kommunizieren kann und Teil der Herde wird. Jedes der 3 Jahre der Masterclass hat einen Hauptschwerpunkt: Verhalten – Kommunikation – Haltung (naturnahe Lebensraumgestaltung). Es ist wirklich augenöffnend über diese Dinge zu lernen! Man denkt dann über Pferde ganz anders und versteht so manches "Problem" oder Missverständnis.
Ich hatte leider (noch) nicht die Gelegenheit, mit diesen Personen mal persönlich zu sprechen, doch habe ich über ihre Bücher, DVDs oder Videos sehr viel gelernt und mitnehmen können. Sie waren wichtige Impulsgeber für meine Trainingsform und haben meine Toolbox um einiges erweitert.
Sie hat die zirzensische Gymnastik bekannt gemacht und zahlreiche Shows und Kurse gegeben. Was ich bei ihrer Trainingsform besonders toll finde, ist ihre vielseitige, für Pferde meist sehr interessante und motivierende Art der Gymnastizierung und Gesunderhaltung der Pferde durch das Training mit verschiedensten Trailhindernissen, Gegenständen und Zirkuslektionen. Ihre Trainingsform unterscheidet sich zu anderen aber auch, durch ihren Weg, wie sie Pferden etwas beibringt. Ein wissenschaftlich unterstütztes Vorgehen, das eine Pferdeausbildung ohne Nachdruck erlaubt. Weltbeste Trainer für Wassersäugetiere, Vögel und so weiter arbeiten mit diesem Modell. Es basiert rein auf positiver Verstärkung und einer schlauen Vorgehensweise. Ich habe hierbei einige tolle Taktiken gelernt, um Pferde zu motivieren und Trainingseinheiten gut aufzubauen.
In ihrer „Essence of Liberty“ Akademie, sowie auf ihrem YouTube Kanal veröffentlicht sie spannende Inhalte über das Training mit Pferden auf Basis des freien Willens. Sie zeigt ebenfalls eine Trainingsmethode, die nur mit positiver Verstärkung arbeitet. Sie legt besonderen Wert auf das Gefühl, das das Pferd in der Trainingseinheit hat. Das wichtigste Element in ihrem Training ist die freiwillige Mitarbeit des Pferdes – und was freiwillig überhaupt bedeutet. Es lohnt sich, ihre Podcastfolgen auf YouTube anzuhören und mal darüber nachzudenken. Man bekommt einen ganz neuen Blickwinkel auf Training und Freiwilligkeit. Ich habe sehr viel von ihr gelernt und für mein Training mit Pferden mitnehmen können.
Eine der wohl bekanntesten Pferdetrainerinnen im deutschsprachigen Raum. Mich inspirieren die Verspieltheit, Leichtigkeit und Freude, die sie und ihre Pferde im Training ausstrahlen. Besonders die Freiarbeit am Boden und reitend hat mich von Anfang an begeistert. Ihre vielen Lehrvideos auf YouTube waren damals für mich als Kind im Training mit Pferden Gold wert! Viele meiner jetzigen Taktiken stammen davon und sind stets in meiner Toolbox. ;)
Auch Kenzies Vater hat mich fasziniert mit seiner lässigen altkalifornischen Westernreitweise. Die feine Hilfengebung, alle Lektionen rein mit Sitzhilfen auszuführen und das gelassene Pferd, haben mich dazu motiviert, mich mit seinen Lehren mehr zu beschäftigen.